Frühe Bildung sichtbar machen: Tag der Elementarbildung am 24. Jänner

Spielerisch lernen, sprachliche Grundlagen vertiefen und seine Stärken entdecken – so sieht der Alltag für mehr als 33.300 Kinder in den Tiroler Elementareinrichtungen aus. Der österreichische Tag der Elementarbildung, der zeitgleich mit dem Internationalen Tag der Bildung am 24. Jänner stattfindet, soll alljährlich den Stellenwert der frühkindlichen Bildung in den Mittelpunkt rücken. Um mehr Bewusstsein und Wertschätzung für die Elementarbildung zu schaffen, veranstaltet das Land Tirol im Vorfeld einen Aktionstag in Imst. 

„Frühkindliche Bildung ist der zentrale Schlüssel für Chancengerechtigkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und den späteren Bildungserfolg unserer Kinder. Am Tag der Elementarbildung wollen wir bewusst darauf aufmerksam machen“, betont Bildungslandesrätin Cornelia Hagele. Zugleich appelliert sie, bei Bedarf noch bis 31. Jänner alle Anträge für einen Platz in Kindergarten, Krippe und Hort auf FRIDA einzureichen. 

Tag der Elementarbildung am 22. Jänner in Imst

Am Donnerstag laden das Land Tirol und die Abteilung Elementarbildung und allgemeines Bildungswesen zu einem Aktionstag ein, bei dem sich rund 100 Führungskräfte aus Kinderkrippen, Kindergärten und Horten sowie SystempartnerInnen zu einem Austausch treffen. „Der Tag der Elementarbildung dient dazu, die Einrichtungen zu vernetzen und neue fachliche Impulse zu fördern. Zugleich macht die Veranstaltung die tägliche Arbeit der PädagogInnen und Assistenzkräfte sichtbar“, erklärt LRin Hagele.

An sogenannten „Thementischen“ befassen sich die ElementarpädagogInnen mit Themen wie Sprachberatung oder Inklusionsanliegen. Ein Impulsvortrag des Psychologen und Psychotherapeuten Thomas Huber, auch als Doktor bei den „Rote-Nasen-Clowns“ bekannt, widmet sich Humor und Gelassenheit im Alltag. Vertreten am Aktionstag sind auch die Pädagogische Hochschule Tirol (PH Tirol) und die Kirchliche Pädagogische Hochschule Edith Stein.

Die Tiroler Elementarbildung in Zahlen

In den ersten Lebensjahren werden neben kognitiven Fähigkeiten vor allem soziale, emotionale und kreative Kompetenzen gefördert. Die Bedeutung der Elementarbildung zeigt sich auch in Zahlen: In Tirol gibt es derzeit 945 elementare Bildungseinrichtungen, in denen mehr als 6.500 pädagogische Fach- und Assistenzkräfte die insgesamt 33.300 Kinder begleiten. 

„Unsere Pädagoginnen und Pädagogen leisten täglich einen unschätzbaren Beitrag für die Entwicklung unserer Kinder. Diese Arbeit verdient Anerkennung und gezielte Unterstützung“, unterstreicht LRin Hagele und verweist auf eine Kooperation des Landes Tirol mit der PH Tirol. Jährlich werden dort 59.000 Unterrichtseinheiten für kostenlose Fortbildungen angeboten. „Für dieses Weiterbildungsformat nimmt das Land Tirol insgesamt 1,6 Millionen Euro an Fördermitteln in die Hand“, informiert die Landesrätin. Der Förderzeitraum umspannt die Kinderbetreuungsjahre 2024/25 bis 2026/27. 

FRIDA: Anmeldungen bis 31. Jänner einreichen

Im Zusammenhang mit dem Tag der Elementarbildung erinnert das Land Tirol auch an die digitale Anmeldeplattform FRIDA. Eltern und Erziehungsberechtigte werden aufgerufen, ihre Anmeldungen für Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsplätze bis spätestens 31. Jänner einzubringen – nur so kann die Anmeldung beim Recht auf Vermittlung eines Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsplatzes berücksichtigt werden. Für das Betreuungsjahr 2026/27 wurden insgesamt bereits 8.050 Anmeldungen erfolgreich über www.tirol.gv.at/frida eingebracht (Stand 19. Jänner 2026, 8 Uhr). Hinzu kommen noch rund 4.200 weitere Anmeldungen, die sich momentan im Status „Entwurf“ befinden. Anmeldungen auf FRIDA sind für Kinder bis 15 Jahre vorzunehmen, die erstmalig eine Einrichtung besuchen oder die Einrichtung wechseln.

Bild: Land Tirol, Simon Rainer