Galerie Kronburg bei Zams zeigt Fotoimpressionen

Mit der Ausstellung „Malen durch die Linse“ zeigt der Ötztaler Manfred Scheiber erstmals eine Auswahl seiner Fotografien in einer Galerie. Die Räumlichkeiten am Klostergut Kronburg bieten dafür einen stimmungsvollen Rahmen, in dem sich Werke und idyllische Umgebung gleichermaßen entfalten. Zur Vernissage wird am Sonntagnachmittag, 8. März 2026, um 15 Uhr, geladen. Die erste Veranstaltung im Jahresprogramm der Galerie Kronburg ist bis 24. April 2026 zu sehen.

Unverfälscht, facettenreich

Gezeigt werden rund 50 Fotografien, die Natur in ihren unterschiedlichsten Erscheinungsformen in den Mittelpunkt stellen – von weiten Landschaften über feinste Makroaufnahmen bis hin zu reduzierten Schwarz-Weiß-Kompositionen. Alle Werke sind auf Leinwand mit Keilrahmen ausgearbeitet, teils gerahmt. Bewusst verzichtet der Künstler auf digitale Bildmanipulation: Die Aufnahmen entstehen ausschließlich im Moment der Begegnung mit dem Motiv, zwei Werke sogar noch analog auf Diafilm.

Fotografie als malerischer Prozess

Der Ausstellungstitel „Malen durch die Linse“ verweist auf Scheibers künstlerisches Selbstverständnis von Fotografie als gestaltenden, entschleunigten Prozess. Durch den gezielten Einsatz von Schärfe und Unschärfe, durch Langzeitbelichtungen und bewusste Reduktion entstehen Bilder, die oft an gemalte Aquarelle oder abstrakte Kompositionen erinnern. Besonders in der Makrofotografie lenkt der Fotograf den Blick auf Details, die im Alltag leicht übersehen werden, und eröffnet neue Perspektiven auf Bekanntes.

Ein Weg über Jahrzehnte

Seit rund 40 Jahren beschäftigt sich Manfred Scheiber mit der Fotografie. Nach anfänglichen Reisebildern galt sein Fokus zunehmend der Natur- und Landschaftsfotografie, mit einer ausgeprägten Vorliebe für das Kleine und Stille. Als Autodidakt, ergänzt durch einzelne Workshops, hat er über Jahrzehnte eine eigene, zurückhaltende Bildsprache entwickelt, die auf Wirkung durch Reduktion setzt. „In der Zurückhaltung liegt eine eigene Kraft“, so Scheiber – ein Gedanke, der sich durch die Ausstellung zieht.

Kunst und soziales Engagement

Neben seiner künstlerischen Intention ist Manfred Scheiber auch soziales Engagement ein Anliegen: Der Reinerlös verkaufter Exponate kommt Hilfsprojekten zugute, etwa der Initiative Esperanza für Straßenkinder in La Paz (Bolivien) sowie Birhanethiopia für Schulpatenschaften in Äthiopien.

Einladung zum Innehalten

Die Ausstellung „Malen durch die Linse“ lädt dazu ein, innezuhalten, genau hinzusehen, sich auf Momente des Staunens einzulassen und neu zu entdecken, was bisher hinter der Gewohnheit versteckt war – ganz im Sinne des Künstlers, der mit seinen Bildern positive Gedanken, schöne Erinnerungen, Ruhe und Freude schenken möchte.

Bild: Manfred Scheiber