Auf Österreichs größter Wasser-Kraftwerksbaustelle geht es Schlag auf Schlag: Die beiden Generatoren wurden jetzt erfolgreich eingehoben und auch die Arbeiten am Damm für den zusätzlichen Speicher im Längental laufen planmäßig.
Keine Sommerpause gibt es auf der TIWAG-Kraftwerksbaustelle im Kühtai, die Arbeiten laufen auch im Hochsommer auf Hochtouren. Nach dem erfolgreichen Durchbruch der Tunnelbohrmaschine für die Beileitung aus dem Sulztal wurde diese Woche in der Kaverne die zweite Maschine eingebaut. Dazu musste zuerst der 240 Tonnen schwere und mittels Spezialtransport aus dem steirischen Weiz angelieferte Rotor eingehoben werden. „Es handelt sich hier um feinste Millimeterarbeit, entsprechend groß war auch die Anspannung des gesamten Teams. Nach der erfolgreichen Einhebung bei der ersten Maschine im Mai hat aber auch diesmal alles planmäßig geklappt“, freut sich TIWAG-Projektleiter Klaus Feistmantl.
Der Generator wandelt dabei die im Turbinenlaufrad erzeugte, mechanische Energie in elektrischen Strom um. Beide Maschinen haben eine gesamtinstallierte Leistung von 190 Megawatt und können neben der Stromproduktion auch in den Pumpbetrieb wechseln. Dabei wird das Wasser vom neuen Speicher Kühtai in den Speicher Finstertal hinaufgepumpt und zwischengespeichert. „Damit trägt das Kraftwerk im Kühtai auch zu einer nachhaltigen Stabilisierung der Stromnetze bei“, weiß der Projektleiter.
Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der erweiterten Anlage ist für den Sommer 2026 vorgesehen. Auch auf den weiteren Abschnitten laufen die Arbeiten derzeit auf Hochtouren: Der neue Triebwasserweg wurde bereits an den bestehenden Speicher Finstertal angeschlossen und die Vortriebsarbeiten für den Beileitungsstollen ins Stubaital sind ebenfalls schon weit fortgeschritten. Auch der Damm im Längental ist in den letzten Monaten in die Höhe geschossen, bis zum Jahresende soll die Dammkrone erreicht werden.
Bild: TIWAG