Landesrätin Cornelia Hagele begleitet Notarztdienst in Telfs

In der Nacht vom 5. auf den 6. März absolvierte Landesrätin Cornelia Hagele einen Nachtdienst am Notarztwagen des Roten Kreuzes in Telfs. Gemeinsam mit Notarzt Julian Margreitter sowie Stützpunktleiter und Notfallsanitäter Gabriel Wehinger verschaffte sie sich einen unmittelbaren Einblick in die notärztliche Versorgung, die den Menschen in Tirol rund um die Uhr verlässlich zur Verfügung steht.  

Notärztliche Versorgung – tragende Säule im Gesundheitswesen

„Die notärztliche Versorgung in Tirol gewährleistet, dass Patient:innen in kritischen Situationen rasch und auf hohem medizinischen Niveau betreut werden. Die professionelle Zusammenarbeit aller Beteiligten ist dabei entscheidend für die Qualität und Verlässlichkeit des Systems“, betont Thomas Fluckinger, Chefarzt des Roten Kreuzes in Tirol. Er begrüßt das Engagement von Cornelia Hagele ausdrücklich: „Dass sich die politisch verantwortliche Landesrätin selbst ein Bild von den Herausforderungen in einem Nachtdienst am Notarztwagen macht, ist ein starkes Zeichen der Wertschätzung auch gegenüber unseren Mitarbeiter:innen, den hauptamtlichen ebenso wie den ehrenamtlichen“. Cornelia Hagele, Landesrätin für Gesundheit, Pflege, Bildung und Wissenschaft, sieht in der notärztlichen Versorgung einen unverzichtbaren Bestandteil der Gesundheitsstruktur. „Mir ist es besonders wichtig, die Abläufe und Anforderungen im Rettungsdienst direkt vor Ort kennenzulernen. Nur so bekomme ich Einblick in die Herausforderungen, denen sich die notärztliche Diensteinheit im Einsatz stellen muss. Ich danke allen Haupt- und Ehrenamtlichen herzlich für ihr Engagement und ihre professionelle Arbeit“, so die Landesrätin im Vorfeld ihrer nächtlichen Dienstschicht.

Flächendeckende Versorgung gewährleistet 

Der Rettungsdienst Tirol ist im Bundesland für die gesamte bodengebundene notärztliche Versorgung zuständig. Mit 13 Notarztstützpunkten verfügt Tirol über eine im Bundesländervergleich sehr hohe Dichte. Diese Struktur stellt sicher, dass Menschen in gesundheitlichen Notsituationen auch im topografisch herausfordernden Tirol rasch erreicht werden können. Für den Notarztdienst stehen 18 modern ausgestattete Notarztwägen zur Verfügung. Der notärztliche Dienst ist rund um die Uhr gewährleistet.

Starkes Team aus Haupt- und Ehrenamt 

Das Team am Notarztwagen besteht immer aus einem Notarzt/ einer Notärztin sowie einem:r Notfallsanitäter:in. Im Roten Kreuz Tirol gibt es insgesamt 626 Notfallsanitäter:innen, 384 davon sind hauptamtlich, 242 ehrenamtlich tätig. „Gerade im vom Land Tirol ausgerufenen Jahr des Ehrenamtes bekommt dieses Engagement besondere Bedeutung. Die Aufgaben der Notfallsanitäter:innen zählen zu den herausfordernden ehrenamtlichen Tätigkeiten. Dass sich so viele in Tirol lebende Menschen dieser Verantwortung stellen, verdient höchsten Respekt und Anerkennung“, betont Cornelia Hagele. Und Thomas Fluckinger ergänzt: „Das Zusammenspiel von Professionalität, Erfahrung und freiwilligem Engagement ist die besondere Stärke, die das Rote Kreuz ausmacht“.

Hohe Einsatzzahlen belegen Bedeutung des Systems

Im Jahr 2024 – dem aktuellen Berichtsjahr – verzeichnete der Rettungsdienst in Tirol insgesamt 21.375 notärztliche Einsätze. Hinzu kamen 1.624 Intensivtransporte, 2.379 zeitkritische Interhospitaltransfers sowie 13.153 nicht zeitkritische Interhospitaltransfers. Diese Zahlen verdeutlichen die hohe Belastung und die zentrale Rolle der notärztlichen Versorgung im Tiroler Gesundheitswesen. „Insbesondere die vergangenen Wochen und Monate waren geprägt von teils schweren Unfällen. Das belegt einmal mehr, wie wichtig ein engmaschiges und leistungsfähiges notärztliches System ist“, sagt Thomas Fluckinger. Sorge bereitet dem Chefarzt hingegen die steigende Zahl bei den Interhospitaltransporten: „Diese binden erhebliche Personal- und Zeitressourcen im Notarztsystem und stellen die Organisation vor zusätzliche Herausforderungen, die wir genau beobachten müssen. Es geht darum, Perspektiven zu erarbeiten, um die Einsatzbereitschaft für Primäreinsätze, also für die Versorgung der Notfallpatient:innen vor Ort, abzusichern“, so Fluckinger. Cornelia Hagele sichert hierfür ihre Unterstützung zu und zieht nach ihrem ersten Dienst am Notarztwagen eine positive Bilanz: „Die notärztliche Versorgung in Tirol funktioniert zuverlässig und auf hohem Niveau. Bei meinem Nachtdienst konnte ich ein noch besseres Verständnis für die Herausforderungen gewinnen. Gemeinsam mit den Verantwortlichen des Rettungsdienstes Tirol gilt es jetzt, für diese tragfähige Lösungen zu entwickeln“, so Hagele. 

Bild: Rotes Kreuz Tirol