Spatenstich LLA Imst in Oberland DABEI

Neues Dachgeschoss für Schülerwohnheim der LLA in Imst

32 Zweitbettzimmer mit integrierten Nasszellen, neue Aufenthaltsräume und barrierefreie Zugänge zu allen Räumlichkeiten – diese maßgeblichen Qualitätsverbesserungen werden mit dem Um- und Neubau des Wohnheims an der LLA Imst erreicht. Gestern, Mittwoch, fand der Spatenstich für das Bauvorhaben im Beisein von LHStv Josef Geisler statt. Insgesamt 10,8 Millionen Euro investiert das Land in dieses Bauprojekt. Die Fertigstellung ist für Sommer 2023 geplant.

„Das Land Tirol investiert laufend in seine Schulstandorte, um den Jugendlichen beste Bedingungen zu bieten. Zu einem optimalen Lernumfeld gehört aber auch an der LLA Imst, die auf eine über 100-jährige Erfolgsgeschichte zurückblickt, eine zeitgemäße Unterbringung. Das derzeitige Burschenwohnheim entspricht nicht mehr den Anforderungen“, freut sich LHStv Josef Geisler über die nunmehrige Modernisierung und Umgestaltung. „Die LLA Imst ist eine Ausbildungsstätte, die sowohl für Arbeitnehmer als auch Unternehmer die beste Basis bietet“, so Bürgermeister Stefan Weirather.

Das denkmalgeschützte Gebäude, in dem die Schüler des ersten und zweiten Jahrgangs untergebracht sind, ist seit dem Jahr 1919 im Besitz der LLA Imst. Derzeit befinden sich dort 19 Drei- und Vierbettzimmer mit Gemeinschaftsbädern. Der Bestand wird nunmehr klar strukturiert und zu modernen 22 Zweibettzimmern mit Dusche und WC umgestaltet. Weitere zehn Zimmer entstehen im Zuge des Ausbaus des Dachgeschoßes. „Wir brauchen jeden Winkel“, freut sich Direktor Thomas Moritz angesichts des stetigen Zustroms an Schülern. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Betten erhöht sich durch die Umgestaltung leicht von derzeit 58 auf 64. Nach Fertigstellung werden drei Bereiche mit jeweils einem Aufenthaltsraum einen modernen und jugendgerechten Internatsbetrieb sicherstellen. Abgerundet wird das neue Wohnangebot mit einem zusätzlichen 105 Quadratmeter großen Aufenthaltsraum für alle Bewohner. Durch den Einbau eines Lifts ist auch die Barrierefreiheit gewährleistet. Im Zuge der Arbeiten im Dachgeschoss werden schlussendlich auch die Dachkonstruktion, die Dachfenster und der Kamin saniert.

15 heimische Betriebe im Baustellen-Einsatz

Das nunmehrige Siegerprojekt ging aus einem Architekturwettbewerb hervor, bei dem sich das Architekturbüro gritsch.haslwanter architekten Ziviltechniker GmbH aus Stams durchsetzen konnte. Zur Vergabe der Baulose wurde ein EU-weit offenes Verfahren durchgeführt. Bei insgesamt 18 Verfahren wurden 15 Betriebe aus Tirol als Bestbietende ermittelt. „Das zeigt, dass unsere Tiroler Betriebe absolut konkurrenzfähig sind. Es freut mich, dass dieses Landesbauprojekt einmal mehr ein Beispiel für geschlossene regionale Wirtschaftskreisläufe ist und einen Beitrag zur Konjunkturbelebung leistet“, führt Hochbaulandesrat Johannes Tratter aus.

Titelbild: V.li.: Herbert Wachter (Bauleiter), Josef Huber (Bezirksstellenobmann Wirtschaftskammer Tirol), Bürgermeister Stefan Weirather, LHStv Josef Geisler, Thomas Moritz (Direktor LLA Imst), Gerhard Wastian (Abteilungsvorstand Abteilung Hochbau) und Ferdinand Haslwanter (Architekt).

© Land Tirol/Entstrasser-Müller