J’ZI bleibt: Neuer Schwung für das Jugendzentrum in Imst

Das Jugendzentrum Imst J’ZI (Jayzee) bleibt auch weiterhin ein wesentlicher Bestandteil der
offenen Jugendarbeit in der Stadt und ein zentraler Treffpunkt für junge Menschen. Der
Standort bleibt bestehen, ebenso wird das bewährte Angebot fortgeführt. Gleichzeitig
werden strukturelle Anpassungen vorgenommen: Die räumlichen Kapazitäten werden leicht
reduziert und das Team wurde personell neu aufgestellt. Inhaltlich setzt das Jugendzentrum
weiterhin auf ein vielfältiges Programm in einem offenen und konsumfreien Umfeld, das
Raum für Begegnung, Austausch und persönliche Entwicklung bietet.


Das Imster Jugendzentrum stand zuletzt im Fokus öffentlicher Diskussionen. Im Zuge der
Budgeterstellung sowie der damit verbundenen Gespräche über notwendige Kürzungen angesichts der
finanziellen Herausforderungen, wurde auch über eine mögliche Standortverlegung des
Jugendzentrums diskutiert und damit einher gingen Gerüchte über eine mögliche Schließung der
beliebten Einrichtung. Dazu stellt Stadträtin Pia Walser klar: „Das Jugendzentrum J’ZI bleibt am
bestehenden Standort und ist weiterhin ein lebendiger Treffpunkt für alle Jugendlichen. Auch das
bewährte Angebot der offenen Jugendarbeit bleibt erhalten und wird stetig weiterentwickelt.“


Bauliche und räumliche Veränderungen
Im baulichen und räumlichen Bereich kommt es beim Jugendzentrum dennoch zu Anpassungen. Bisher
war die Stadtgemeinde Imst alleinige Mieterin im Erdgeschoss des Gebäudes am Johannesplatz. Im
vorderen Bereich war bis Ende März 2024 das Info-Eck des Landes als Untermieter untergebracht. Nach
dem Auszug der Beratungsstelle standen diese Räumlichkeiten weitgehend leer, während die
Stadtgemeinde weiterhin die volle Miete zu tragen hatte.
Inzwischen konnte mit dem Vermieter eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden werden:
Im vorderen Bereich des ehemaligen Info-Ecks ist seit Kurzem das Büro der Bezirks-ÖVP untergebracht.
„Das angrenzende Jugendzentrum bleibt in seiner Form erhalten und der Eingangsbereich vom
Johannesplatz in die Seitengasse verlegt. Mein besonderer Dank als Obfrau des Jugendausschusses gilt
den Hauseigentümern Hans und Michael Strobl für die konstruktive Zusammenarbeit. Nur durch ihr
Entgegenkommen konnten wir den zentralen Standort für unser Jugendzentrum sichern“, so Stadträtin
Walser.


Frischer Wind im Team
Auch personell hat sich das Jugendzentrum neu aufgestellt. Nach einem herausfordernden Jahr zeigt
sich nun eine positive Entwicklung: Rafif Krabacher leitet das Jugendzentrum bereits seit längerem und
bringt rund 20 Jahre Erfahrung in der Jugendarbeit mit. Seit März 2026 steht ihr Massimo Bertagnolli
zur Seite, der zuletzt in der Mobilen Jugendarbeit Imst (MOJA) tätig war und das Team fachlich
verstärkt.
„Die personellen Veränderungen sowie die Reduktion der Mitarbeiter:innen stehen in keinem
Zusammenhang mit finanziellen Einsparungen, wie sie medial teilweise dargestellt wurden.
Ausschlaggebend waren ausschließlich private Gründe wie Karenz oder berufliche Neuorientierungen“,
betont Walser.
Der Blick richtet sich nun klar in die Zukunft: Im Jugendzentrum wird derzeit an zahlreichen
Entwicklungen gearbeitet. Es herrscht Aufbruchsstimmung, getragen von neuer Energie und großem
Engagement.
„Besonders erfreulich ist, dass mit einem männlichen Jugendbetreuer wieder zusätzliche Perspektiven
ins Team eingebracht werden. Ab Herbst dürfen wir uns zudem mit der Rückkehr einer weiteren
Betreuerin aus der Karenz wieder über eine vollständige personelle Besetzung sowie zahlreiche
spannende Projekte im Jugendzentrum freuen.“


Offener und konsumfreier Treffpunkt
Unabhängig von räumlichen und personellen Veränderungen bleibt das Jugendzentrum ein offener,
sicherer Ort für alle Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren.
Die beiden Betreuer:innen Rafif Krabacher und Massimo Bertagnolli unterstreichen: „Gerade in einer
Zeit, in der Konsum häufig im Mittelpunkt steht, ist es uns ein großes Anliegen, Jugendlichen einen
Raum zu bieten, in dem sie sich frei, ohne Konsumzwang und unabhängig entfalten können. Das
Jugendzentrum ist ein Ort der Begegnung, an dem Gemeinschaft, Kreativität und persönliche
Entwicklung im Vordergrund stehen.“
Vielfältige Angebote und Workshops
In den kommenden Wochen und Monaten stehen erneut zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen
auf dem Programm. Dazu zählen unter anderem der Girls-Day und der Boys-Day, die jeweils einmal im
Monat am dritten Mittwoch stattfinden. Dabei wird gezielt auf die Interessen und Wünsche der Jugendlichen eingegangen.

Ergänzt wird das Angebot durch weitere thematische Monatsschwerpunkte: „Kochen ohne Mamis“ (1.
Mittwoch im Monat), ein „Turniertag“ (2. Mittwoch im Monat) sowie ein Projekttag (4. Mittwoch im
Monat). Der Donnerstag steht jeweils unter dem Motto „Just chill & feel free“ – ein offenes Angebot
zum Entspannen, Mitmachen oder einfach Dasein.
Zum abwechslungsreichen Programm zählen außerdem themenspezifische Projekte, Workshops und
Veranstaltungen. Aktuell hervorzuheben sind das das kürzlich stattgefundene Gewaltpräventions- und
Achtsamkeitstraining mit Kopp-Fit für junge Burschen im Kickboxclub Imst sowie das „K-Culture-Lab“
im Rahmen von YUKUMAY – dem jungen Kulturmonat in Kooperation mit „Kimscht – Kultur in Imst“
und der Tanzbox.
Solche Initiativen leisten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Jugendkultur, fördern kreative
Beteiligung und unterstützen eine nachhaltige präventive Jugendarbeit.
Terminaviso: Am Freitag, 25. September 2026, findet in Tirol und Südtirol der „Tag der OJA“ (Offenen
Jugendarbeit) statt. Auch das Jugendzentrum Imst nimmt an der Aktion mit einem Tag der offenen Tür
teil. Alle Infos auf https://tag-der-oja.eu

Öffnungszeiten Jugendzentrum Imst J’ZI
jeweils von 12:00 bis 19:00 Uhr
Dienstag, Mittwoch und Donnerstag

Bild: Stadtgemeinde Imst/Othmar Kolp