Alkohol und Tabak Volksdrogen Nummer eins

Alkohol und Tabak sind auch in Tirol die Volksdrogen Nummer ein. Schätzungsweise sind aktuell 38.000 Bürger im Land alkoholkrank, bei weiteren zwölf Prozent hat der Konsum gesundheitsgefährdende Ausmaße. Außerdem stirbt alle 38 Stunden ein Mensch aufgrund Zigarettenkonsums. Das gab Soziallandesrätin Gabriele Fischer anlässlich des heutigen Weltdrogentags bekannt.

Das Land fördert und finanziert ein flächendeckendes Beratungs- und Betreuungsangebot bei Alkoholerkrankung durch den Verein sucht.hilfe BIN mit rund 709.000 Euro (2019). Insgesamt nahmen vergangenes Jahr 1.948 Personen (56 Prozent Männer und 44 Prozent Frauen) – sowohl Betroffene als auch Angehörige – diese Hilfe in Anspruch. Für Nachsorgeangebote im Rehabilitationsbereich wurden im Jahr 2019 knapp 202.000 Euro bereitgestellt. Mehr als 230 Personen konnten dadurch auf ihrem Weg aus der Sucht unterstützt werden.

Alle 38 Stunden stirbt ein Mensch aufgrund Zigarettenkonsums

Rauchen bleibt europaweit weiterhin die meistverbreitete Sucht, in Österreich sind 24,3 Prozent der Bevölkerung betroffen, damit sind wir eines der wenigen europäischen Länder in dem seit 1970 der Anteil der RaucherInnen zugenommen hat. Über sechs Millionen Menschen sterben pro Jahr an den Folgen ihres Tabakkonsums – in Österreich sind es jährlich 14.000 Menschen, die den Zigarettenkonsum mit ihrem Leben bezahlen.

Unterstützung für einen Rauchstopp bieten auch das kostenlose Rauchfrei-Telefon unter 0800 810 013, Rauchfrei-APPs, aber auch ambulante und stationäre Raucherentwöhnungen. Auch die Hausärztin bzw. der Hausarzt bzw. Psychologinnen und Psychologen sowie Selbsthilfegruppen sind eine wertvolle Unterstützung beim Abgewöhnen des gesundheitsschädlichen Lasters.

Fokus auf Bewusstseinsbildung und Prävention in Betrieben

Eine wichtige Rolle kommt der Suchtprävention und Bewusstseinsbildung zu. Die Fachstelle ko&co Suchtprävention bietet in Kooperation mit dem Verein sucht.hilfe BIN das Angebot pib –Prävention in Betrieben an. Dabei handelt es sich um ein umfassendes Maßnahmenpaket, das konkrete Unterstützung für suchtgefährdete oder bereits abhängige Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit dem Fokus auf Alkohol und Rauchen bietet.

Seit 2003 wurden als bewusstseinsbildende Maßnahmen 490 Veranstaltungen (davon über 380 in den Betrieben) mit über 9.400 TeilnehmerInnen organisiert. Ein weiteres Augenmerk liegt auf Suchtprävention bei Lehrlingen: über 800 Lehrlinge wurden im Rahmen von 60 Workshops erreicht, 15 Workshops wurden für insgesamt 170 AusbilderInnen durchgeführt. Zusätzlich dazu wurden im Rahmen von pib auch Rauchfrei-Programme durchgeführt, die von über 200 TeilnehmerInnen in Anspruch genommen wurden.

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