39,7 Millionen Euro Forschungsfördermittel für Tirol

Mit Blick auf die aktuelle Förderstatistik der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) stellt Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf fest, dass Tirol im Bereich der Forschung und Innovation und der Einwerbung von Fördergeldern weiterhin sehr gut dasteht: „Angesichts der Coronakrise nimmt die Innovationskraft eine entscheidende Rolle ein, wenn es darum geht, dass unsere Wirtschaft schnell wieder gesundwerden kann. Insofern ist es ein großer Vorteil, dass wir in diesen Bereichen in den letzten Jahren eine breite Basis gelegt haben, um unseren Standort wettbewerbsfähig zu halten sowie bestehende Arbeitsplätze abzusichern und neue zu schaffen.“ 2019 sind zuletzt 39,7 Millionen Euro an Forschungs- und Innovationsfördermitteln der FFG nach Tirol geflossen. Das ist ein Anstieg um 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018. Tirols Anteil an der Gesamtförderung der FFG in den Bundesländern stieg von 4,9 auf 6,5 Prozent. Die FFG ist die nationale Förderagentur für die unternehmensnahe Forschung und Entwicklung in Österreich und unterstützt das Land Tirol und die heimischen Unternehmen und Hochschulen bei der Finanzierung von Forschungs- und Innovationsprojekten.

Tirol ist bei „Life Sciences“ besonders stark

Die heimischen Unternehmen legen mit ihren Forschungsprojekten einen eindeutigen Fokus auf die in Tirol traditionell starken Bereiche Medizin, Biologie, Pharmazie und Chemie. Knapp ein Drittel aller FFG-Förderungen für Tirol entfallen auf diese sogenannten „Life Sciences“. Das sind in Summe 12,9 Millionen Euro. Die Tiroler „Life Sciences“ ragen auch mit einem Anteil von knapp 17 Prozent am gesamtösterreichischen Förderaufkommen in diesem Förderfeld besonders heraus. Sowohl Medizin und Biowissenschaften als auch die Medizinische Biotechnologie zeigen erneut weit überdurchschnittliche Bewilligungszahlen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Sektor Produktion mit einer Fördersumme von 7,4 Mio. Euro und einem Anteil von 19 Prozent. In Projekte aus der Informations- und Kommunikationstechnik fließen 4,9 Millionen Euro oder 12 Prozent aller FFG-Mittel für Tirol, auf Energie und Umwelt entfallen 4,4 Millionen Euro oder 11 Prozent. Eine herausragende Rolle spielen auch die Hochschulen, die im vergangenen Jahr rund ein Fünftel der nach Tirol vergebenen Fördergelder ergattern konnten.

Tiroler Exzellenz-Zentrum forscht für das gesunde Altern

Ein Highlight im Fördergeschehen des Jahres 2019 war der Vertragsabschluss für das zunächst auf acht Jahre angelegte COMET-Zentrum VASCage-C, das an der Medizinischen Universität Innsbruck beheimatet ist und an Vorbeugungsstrategien und Therapieansätzen für Gefäßalterung und Schlaganfälle forscht. VASCage ist eine Forschungs-GmbH und Ausgründung der beiden Innsbrucker Universitäten. Längerfristig wird dort eine Anstellung von rund 50 Beschäftigte angestrebt. „Projekte wie dieses Tiroler Exzellenz-Zentrum tragen wesentlich dazu bei, unseren Ruf als erstklassige Forschungs- und Wissenschaftsregion weiter zu festigen“, betont die Wirtschaftslandesrätin.

Bild: LRin Patrizia Zoller-Frischauf: „Die erfolgreiche Kombination und enge Verzahnung von innovativen Unternehmen und exzellenten Forscherinnen und Forschern an den Hochschulen ist ausschlaggebend dafür, dass vermehrt Förderungen nach Tirol fließen können und hochwertige Arbeitsplätze neu entstehen oder abgesichert werden.“
Foto: Land Tirol/Kathrein

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