Kostümschneiderei näht Schutzmasken

Der Mangel an Corona-Schutzmasken hat das Tiroler Landestheater auf eine ungewöhnliche Hilfsaktion gebracht: Auf Initiative von Brigitte Huditz, Landesinnungsmeisterin der Mode- und Bekleidungstechnik bei der Wirtschaftskammer Tirol, nähen seit gestern sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der hauseigenen Damen- und Herrenschneiderei Behelfs-Mund-Nasen-Masken. Da so ein Mundschutz derzeit schwer zu bekommen ist, könnten die Provisorien aus der Theaterwerkstatt helfen, die Verteilung von Tröpfchen in der Umgebung und auf Kontaktpersonen zu verhindern und so die Übertragungswege einer Corona-Infektion reduzieren. „Da wir derzeit nicht aktiv an Produktionen arbeiten können sind wir froh, dass wir auf diese Weise etwas an die Tirolerinnen und Tiroler zurückgeben können“, so Intendant Johannes Reitmeier und der Kaufmännische Direktor Markus Lutz.

Wiederverwendbare kochfeste Masken 
Hergestellt werden die Masken aus kochfesten Baumwollstoffen, die von der Wirtschaftskammer Tirol samt Schnittmuster zur Verfügung gestellt wurden. „So können die Masken nach dem Gebrauch ausgekocht und immer wieder verwendet werden“, erklärt die Leiterin der Kostümwerkstätten, Tanja Menon. Die selbst genähten Behelfs-Mund-Nasen-Schutzmasken sind zwar nicht genormt und kein medizinisches Produkt, aber können von Personen in allen Bereichen eingesetzt werden, die nicht direkt mit an Covid-19 Erkrankten zu tun haben.

Rund 7.200 Schutzmasken in drei Wochen 
„Um auch für die Beschäftigten alle Sicherheitsvorgaben einzuhalten, arbeitet immer nur ein Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit größtmöglichem Sicherheitsabstand und unter Einhaltung der notwendigen Hygienemaßnahmen in den Werkstätten“, so der Kaufmännische Direktor Markus Lutz. Das ist auch deshalb möglich, weil der Vorstellungs- und Probenbetrieb im Tiroler Landestheater derzeit bis auf Weiteres eingestellt ist. Laut Lutz werden innerhalb von drei Wochen rund 7.200 Masken hergestellt, die zur weiteren Verteilung an die Wirtschaftskammer Tirol übergeben werden. 

Foto: Andrea Leichtfried

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