Umsatzersaztz II oder erweiterter Umsatzersatz online

Die Antragsmöglichkeiten der neuen Bestimmungen zum Umsatzersatz II und zum neuen Fixkostenzuschuss II in Verbindung zu den bisherigen Förderungen 2020 sind nicht einfach zu überblicken.
Leider können die Auswirkungen der Inanspruchnahme (einzeln oder kumuliert) all dieser Förderungen nicht immer abgeschätzt werden. Da der Umsatzersatz über das Finanzonline ohne Steuerberater abgewickelt werden kann, bitten wir sie uns von sich aus zu kontaktieren, wenn sie Fragen zum Umsatzersatz/erweiterten Umsatzersatzes haben, wenn sie einen beantragen wollen oder wenn sie Auswirkung auf andere Förderungen wissen wollen.
Aufgrund der jetzt schon vielen Antragsmöglichkeiten und Daten, die nur der Antragsteller wissen kann, sind wir auf Ihre Kontaktaufnahme und Auftrag angewiesen, für den Falle das sie Anträge stellen wollen.

Fragen und Antworten zum erweiterten Umsatzersatz (Umsatzersatz II)

Für welchen Zeitraum habe ich Anspruch auf den erweiterten Umsatz?
Bis zum Ende der behördlichen Schließung meines Unternehmens am 6.12.2020.

Wie hoch ist der erweiterte Umsatzersatz und kann er mit dem Fixkostenzuschuss 2 kombiniert werden?
Der erweiterte Umsatzersatz kann – wie der ursprüngliche Umsatzersatz – bis max. 800.000 Euro beantragt werden. Daneben kann auch der Fixkostenzuschuss 2 beantragt werden – allerdings nicht für den gleichen Zeitraum, wie der Umsatzersatz.

Werden beim erweiterten Umsatzersatz bisherige Förderungen oder Kurzarbeit gegengerechnet?
Es gelten die gleichen Voraussetzungen, wie beim bisherigen Umsatzersatz.

Wie müssen die aufrechten Haftungen im Ausmaß von 100% für Kredite zur Bewältigung der COVID-19 Krise, die von der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (aws) oder der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) übernommen wurden, im Antrag eingetragen werden? 
Es ist der aushaftende Betrag zum Antragszeitpunkt anzuführen.

Sind auch aufrechte Haftungen im Ausmaß von unter 90% oder 80% der COFAG, der aws oder der ÖHT für den beihilfenrechtlichen Höchstbetrag relevant?
Nein, Haftungen unter 100% verringern nicht den beihilfenrechtlichen Höchstbetrag.

Mein Unternehmen hat im November 2019 noch nicht existiert? Bekomme ich daher keinen Umsatzersatz?
Doch. In diesem Fall wird nicht der November 2019 als Bemessungsgrundlage für den Umsatzersatz verwendet, sondern die durchschnittliche Umsatzsteuervoranmeldung 2020.

Ich bin ab 17.11. vom Lockdown betroffen, wie errechnet sich mein Umsatzersatz?
Für die Berechnung des Umsatzersatzes wird als Bemessungsgrundlage der November 2019 herangezogen. Der November wird dann durch die Anzahl der Tage des Novembers dividiert (30) und mit der Anzahl der Lockdowntage (20 Tage bis 6.12.2020) multipliziert. Es wird also 2/3 des Novemberumsatzes für die körpernahen Dienstleistungen und den Handel herangezogen und mit dem jeweiligen Umsatzersatz multipliziert. Beispiel Frisör mit 9.000€ Monatsumsatz im November 2019: 9.000€ *2/3 = 6.000€; 6.000 * 0,8 = 4.800€ Umsatzersatz.

Wieviel Umsatzersatz bekommen körpernahe Dienstleistungen, wie z.B. ein Frisör?
Sie bekommen 80% Umsatzersatz. Die Bemessungsgrundlage ist November 2019. Es gelten die gleichen Voraussetzungen und Berechnungsmethoden (anteilsmäßig) wie beim bisherigen Umsatzersatz.

Wieviel Umsatzersatz bekommen Handelsunternehmen?
Bei Handelsunternehmen wird es entsprechend der Verderblichkeit und Saisonalität der Ware (Wertverlust in der Lockdown-Phase), der Umsatz/Ertrag-Relation (Rohertrag) und der Wahrscheinlichkeit von Aufholkäufen zu einer verfassungsrechtlich gebotenen Staffelung des Umsatzersatzes kommen. Nach diesen Kriterien wurde der Handel in drei Gruppen eingeteilt, die mit 20%, 40% und 60% vergütet werden. Welche Handelsbranchen in welche Stufe fallen, wird auf einer gesonderten Liste veröffentlicht. Die Zuteilung nach Handelsbranchen richtet sich wie bisher nach den Branchencodes des ÖNACE 2008 Katalogs.

Wie berechnet sich der Prozentsatz des mir zustehenden Umsatzersatzes?
Zur Ermittlung des anzuwendenden Prozentsatzes werden dabei in einer nach Branchen typisierten Betrachtungsweise der branchentypische Rohertrag, ein nach vergleichbaren Maßnahmen im Frühling festgestellter Nachzieheffekt und der Effekt auf die Verkaufbarkeit der Ware (Saisonalität, Verderblichkeit) herangezogen, wobei dem Rohertrag bei der Bewertung der einzelnen Kriterien das doppelte Gewicht zukommt. Der so ermittelte Prozentsatz kann entweder 20 Prozent, 40 Prozent oder 60 Prozent betragen.

Wenn ich als behördlich geschlossenes Handelsunternehmen Waren zustelle bzw. online verkaufe, wirkt sich das negativ auf die Höhe des Umsatzersatzes aus?
Nein.

Der Lockdown dauert länger als geplant, bekomme ich als direkt Betroffener jetzt mehr Geld?
Ja. Bei allen bisherigen Antragstellern wird der Umsatzersatz bis zum 6.12. erhöht. Bei Unternehmern die ihren Antrag auf Umsatzersatz bereits genehmigt bekommen haben, wird der zusätzliche Betrag für Dezember auf das von ihnen im Antrag angegebene Konto automatisch überwiesen. Es muss kein erneuter Antrag gestellt werden.

Ich habe bereits beantragt, muss ich für den verlängerten Lockdown einen neuen Antrag stellen?
Wenn sich der Grad der direkten Betroffenheit nicht ändert, muss kein neuer Antrag gestellt werden. Bei Unternehmern die ihren Antrag auf Umsatzersatz bereits genehmigt bekommen haben, wird automatisch der zusätzliche Betrag für Dezember auf das von ihnen im Antrag angegebene Konto überwiesen.

Ich war bisher nur teilweise direkt vom Lockdown betroffen und bin es ab 17.11. zu einem höheren Anteil, was muss ich jetzt tun?
Wenn das Unternehmen bereits einen teilweisen Umsatzersatz beantragt hat und ihm durch den erweiterten Lockdown ein höherer zusteht, so muss ein neuer Antrag eingebracht werden.

Sind der Umsatzersatz und Kündigungen von Mitarbeitern vereinbar?
Der Erhalt von Arbeitsplätzen im Betrachtungszeitraum ist eine Grundvoraussetzung des Umsatzersatzes.Unternehmen, die im Zeitraum 3. November bis 6. Dezember 2020 betroffen sind, und die in diesem Zeitraum gegenüber Mitarbeitern eine Kündigung aussprechen, sind vom Umsatzersatz ausgeschlossen. 
Unternehmen, die im Zeitraum 17. November bis 6. Dezember 2020 betroffen sind, und die in diesem Zeitraum gegenüber Mitarbeitern eine Kündigung aussprechen, sind vom Umsatzersatz ausgeschlossen.

Ausschlussgrund (Dienstgeber-)Kündigung: Welche Formen der Beendigung eines Dienstverhältnisses sind unschädlich? 
Zeitablauf (befristete Dienstverhältnisse), einvernehmliche Auflösung, Kündigung durch den Dienstnehmer, Entlassung, vorzeitiger Austritt des Dienstnehmers, Auflösung während der Probezeit